Kurkuma – Eine Pflanze mit vielen Gesichtern

Kurkuma

Kurkuma hat verschiedene Namen und Vertreter. Das Herkunftsland der Krautpflanze ist Südasien, Indien ist jedoch der größte Produzent. Der lateinische Name lautet Curcuma longa und es wird auch mit dem Begriff „indischer Safran“ beschrieben. Die Pflanze gilt bereits seit etwa 5000 Jahren als heilige Pflanze, weil sie aufgrund ihrer vielen Inhaltsstoffe jede Menge positiven Nutzen auf den menschlichen Organismus hat. Curcuma hat eine enge Verwandtschaft zu Kardamom, sowie Ingwer.
Optisch erinnert die Pflanze an Schilf. Sie kann bis zu einem Meter wachsen und ihre Blätter sind von hellgrüner Färbung. Der Wurzelstock ist der Teil, der als Gewürz und Färbemittel geschnitten und getrocknet verwendet wird. Curcuma ist für den Gebrauch frisch, getrocknet oder auch gemahlen erhältlich. Es wird vielfach in den tropischen Gebieten kultiviert angebaut. Wer regelmäßig die tolle Wirkung des Curcuma nutzen möchte, kann sich zusätzlich zum frischen Verzehr auch Curcuma-Kapseln kaufen und diese täglich nehmen.

In Europa wird Curcuma gern alternativ zum preisintensiven Safran verwendet, da es wesentlich günstiger ist und gleichzeitig dieselbe gelbfärbende Wirkung hat. Curcuma ist sehr farbintensiv, was sich bei Unachtsamkeit auch negativ auf die Kleidung auswirkt. Flecken des Gewürzes sind nur schwierig bis gar nicht zu entfernen.
Speisen wie Reis oder Milch können mit Curcuma gelb gefärbt werden und werden in den asiatischen und indischen Regionen bevorzugt für sämtliche Currys genutzt. Buddhistische Mönche haben in früheren Zeiten sogar ihre Mönchskutten mit Curcuma gefärbt, was zeigt, wie intensiv die Deckkraft ist.

Die ätherischen Öle des Curcumas findet man in dem Wurzelstock, dessen Gewebe sehr fest und verzweigt ist. Es erinnert an Ingwer und der darin enthaltene Stoff Curcumin sorgt für die intensive Farb- und Leuchtkraft. Curcumin ist der hauptsächliche Inhalts- und Wirkstoff der Pflanze. Dessen Wirkung kann durch den Wirkstoff Piperin, der in schwarzem Pfeffer enthalten ist, noch verstärkt werden.

Curcuma ist ein wirklich tolles Gewürz, welches vielseitig verwendbar ist. Sämtliche Arten von Speisen lassen sich damit verfeinern. Ergänzt mit orientalischen Gewürzen wie Anis, Koriander oder Ingwer bringt es eine herrliche Frische in Gerichte mit Fleisch, Fisch, Gemüse oder sogar süßen Desserts. Auch an Salatdressings bringt es eine ungewohnte Raffinesse und kann zudem auch mit Wasser aufgebrüht pur getrunken werden.
Curcuma ist nicht nur ein tolles Gewürz, es hat zudem noch positive Auswirkungen auf den Körper und das eigene Wohlbefinden.
Es macht Spaß und eröffnet ganz neue Möglichkeiten, wenn mit anderen, bisher unbekannten Gewürzen experimentiert wird. Andere Länder haben durch ihre geografischen Gegebenheiten die Chance, exotische Pflanzen anzubauen und deren tolle Wirkung sollte auch in Europa vielseitig genutzt werden.

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Curcuma – Mehr als ein Gewürz

Curcuma – was ist das?

Curcuma gehört zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) und erinnert in ihrer Firm sehr an die bekannte Ingwerwurzel. Es gibt einerseits die Unterart Curcuma xanthorrhiza (den javanischen Gelbwurz) und Curcuma longa (indischer Gelbwurz). Die Wurzel wird zur Gewinnung des Stoffs Curcumin angebaut und geerntet, der einerseits als Geschmacksträger und andererseits als gelber Lebensmittelfarbstoff Verwendung findet. Das Anbaugebiet von Curcuma liegt in Süd- und Südostasien, die Pflanze gedeiht aber auch in anderen tropischen Gebieten wie Nordaustralien.

Die Curcuma-Pflanze und ihre Merkmale
Krautige, ausdauernde Gewächse sind durch die Curcuma-Arten hindurch zu finden. Die Pflanzen bilden fleischige Blätter, sie sind verzweigt und haben eine aromatische Wurzel, die zur Bildung von Knollen neigt. Ihre Laibblätter sind länglich, seltener sind linear wachsende Blätter. Die Wurzeln der Curcumapflanze bilden die ersten Pseudotriebe oft schon vor der vollständigen Ausreifung der Blätter, an diesen Trieben entstehen die ersten einständigen, ährigen Blütenstände. Trag- oder Deckblätter, so genannte Brakteen, wachsen an der Curcumapflanze nur in der oberen Hälfte, während sie in der unteren Hälfte dicht und verzweigt miteinander verwachsen. Die Curcumapflanze entwickelt Blütenwickel mit jeweils sieben Blüten.

Wie bei vielen Pflanzen sind die Blüten zwittrig. Sie sind auf einer Seite röhrenförmig gespalten und zeigen sich als kurze Kelchblüten. Bei Curcuma können die Kelche zwei- und dreilappig sein. Die Blütenkrone ist trichterförmig und hat längliche oder elliptische Kronblätter, die meistens unterschiedlich lang und seltener einheitlich in der Länge sind. Einzelne Kornblätter sind nicht unüblich, diese sitzen dann meist zentral und sind größer als die übrigen Kronblätter. Die Enden dieser Blütenblätter laufen immer relativ spitz zu.

Schwer zu erkennen sind die außen liegenden Blütenblätter, die Staminodien, da diese in ihrer Form den übrigen Kronblättern sehr ähnlich sehen. Man erkennt sie an ihren Verwachsungen mit dem Labellum und den Staubfäden der Pflanze. Das Labellum ist im inneren Bereich erkennbar verdickt, während der Lappen im äußeren Bereich eher dünn gebaut ist. Die Staminoden sind oft überlappend.

Die Blütenblätter der Curcumapflanze sind an der Basis angespornt. Die Blüte insgesamt ist recht breit.

Bei den Früchten einer Curcumapflanze handelt es sich um Kapselfrüchte mit eierförmiger, elliptischer Fruchtform. Die Kapselfrucht entsteht dabei aus drei Kammern. Nach abgeschlossener Reife springt die ausgebildete Kapsel auf.

Curcuma: Kapseln oder Pulver?
Curcuma wird als Nutzpflanze angebaut, die zerriebene Wurzel wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv auf die Gesundheit aus. Sie wird dabei als Kapsel sowie als Pulver angeboten. Im Hinblick auf die Wirkung spielt die Form keine Rolle, wichtiger für die Wirkung von Curcuma ist die Art der Einnahme. Zum Kochen und Würzen eignen sich bis zu 2 Teelöffel Curcuma, am einfachsten wird das Gewürz im Supermarkt gekauft. Wenn sich das beim Kochen anbietet, kann Curcuma als Pulver benutzt werden. Zur anderweitigen Einnahme empfehlen sich jedoch die Kapseln, da diese erstens mitgenommen werden können und zweitens den bitteren Geschmack von Curcuma nicht so deutlich hervortreten lassen, der bei Pulver in Reinform auf einem Löffel unangenehm wäre.

 

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